Freiwaldcup: eine Erfolgsgeschichte 1983 - 2008


25 Jahr-Jubiläum in Hagenberg

In den 70er und 80er Jahren wurden in vielen Gemeinden Tennisplätze gebaut. In dieser Phase des "Tennisbooms" entstand in den Gemeinden des Freiwaldes der Wunsch nach einem Vergleichskampf, bei dem neben dem Sportlichen auch das Gesellschaftliche von Bedeutung sein sollte. Johann Brunner aus Liebenau und Herr Heinz Meyer aus Sandl setzten diese Idee in die Tat um. Sie legten den Durchführungsmodus fest (vier Herren und zwei Damen spielen sechs Einzel- und drei Doppelpartien) und kreierten den Titel "Freiwaldcup". Jedes Jahr sollte ein anderer Verein die Organisation und Durchführung übernehmen.

Im Gründungsjahr 1983 wurde der Cup von Liebenau organisiert; neben Liebenau spielten Sandl, St. Oswald und Weitersfelden. Erster Sieger des Freiwaldcups wurde Sandl. Das Gesellschaftliche war bei (und nach) den Spielen sowie bei der Siegerehrung zum Abschluss sehr wichtig. Damals kamen alle Teilnehmer zur Siegerehrung und es wurde ordentlich gefeiert.

Der Freiwaldcup fand regen Zulauf und immer mehr Gemeinden beteiligten sich: 1984 Gutau und Lasberg, 1985 Leopoldschlag, 1987 Summerau, Neumarkt, Unterweitersdorf und Langschlag (NÖ). Im Jahr 1987 wurde in zwei Gruppen (Nord und Süd) mit Parallelspielen gespielt. Ab 1988 wurde in zwei Leistungsgruppen mit Auf- und Abstiegsmodus gespielt. Im gleichen Jahr steigen Windhaag und Reichenthal neu ein. Ab 1994 wurde bereits in drei Gruppen (mit insgesamt 15 teilnehmende Gemeinden) und seit 1998 in vier Gruppen (mit 22 teilnehmende Gemeinden) gespielt. Zum 25-Jahr Jubiläum 2008 waren 32 teilnehmende Gemeinden in sechs Gruppen beteiligt.

Im Lauf der Jahre gab es viele erfreuliche Ereignisse - aber auch kleinere Streitereien weil nicht-spielberechtigte Spieler eingesetzt wurden. Deshalb wurde in den Durchführungsbestimmungen verankert, dass solche Vergehen durch die Bezahlung eines 50 l Fasses Bier geahndet werden. Seither gibt es kaum noch Probleme.

Mit der steigenden Anzahl der teilnehmenden Mannschaften stieg auch das sportliche Niveau; es spielen heute zahlreiche ehemalige Meisterschaftsspieler in diesem Bewerb mit. Zu den Erfolgsfaktoren für diesen, auf einer zwangloser Ebene (d.h. ohne Trägerorganisation) veranstalteten Tennisbewerb zählt sicherlich, dass trotz sportlichem Ehrgeiz auch die gesellschaftliche Ebene gepflegt wird. Für diese gesellschaftliche Komponente dürfte sich auch der Mannschaftsmix (vier Herren und zwei Damen) positiv auswirken.

Für das 25-Jahr Jubiläum 2008 in Hagenberg entwarf Johann Mayr (hansmayr@gmx.at) das Logo. Die Raiffeisenbanken des Bezirkes Freistadt haben sowohl die gesellschaftliche als auch die sportliche Bedeutung des Freiwaldcups erkannt und ein gemeinsames Sponsoring übernommen. Im Rahmen der Siegerehrung am 4. Juli 2008 wurde das Jubiläum gebührend gefeiert!